Textilkauf – das ist zu beachten

Ob es um neue Handtücher, Bettwäsche oder Kleidung geht – beim Textilkauf sollten Sie auf einige Dinge achten. So spielt zum Beispiel das verwendete Material eine entscheidende Rolle. Vor einem Kauf sollten Sie sich immer auch über die Qualität der Textilien informieren. Wir zeigen, an welchen Labels Sie sich orientieren können und woran Sie Fairtrade-Textilien erkennen.

Kleine Materialkunde für Textilien

Es gibt eine große Bandbreite an Materialien, aus denen Textilien hergestellt sein können. Welchem man den Vorzug gibt, hängt davon ab, welchen Verwendungszweck man im Hinterkopf hat. Das Material sagt oftmals auch etwas über die Qualität aus. Baumwolle ist eine Naturfaser undfast immer eine gute Wahl, wenn man qualitativ hochwertige Ware kaufen möchte. Ist man auf der Suche nach einem Handtuch für den Besuch im Fitnessstudio, können Handtücher aus Kunstfasern meist jedoch mehr überzeugen. Sie bieten eine kurze Trockenzeit und haben selbst im nassen Zustand ein leichtes Gewicht. Dafür haben sie keinen Massageeffekt wie zum Beispiel hochwertige Handtücher aus Frottier. Überdies dürfen Microfaser-Handtücher in der Regel nicht bei mehr als 30° C gewaschen werden, weshalb sie nicht tiefergehend hygienisch gereinigt werden können.

Kleidung aus Wolle ist hauptsächlich in der kalten Jahreszeit wunderbar wärmend. Soll es etwas luxuriöser sein, ist Kaschmir eine gute Wahl. Kaschmir-Textilien überzeugen durch ihre Leichtigkeit und Hautfreundlichkeit. Wer empfindliche Haut hat, sollte bei Textilien generell auf Naturfasern wie Baumwolle, Viskose oder Leinen setzen.

Wie sieht es mit der Qualität aus?

Qualität ist besser als Quantität. Um lange Freude an Handtüchern, Hosen und Co. zu haben, immer auf die Verarbeitung achten. Sind die von außen sichtbaren Nähte gerade und wurden die Fadenenden sauber vernäht? Wer Kleidungsstücke mit Muster kauft, sollte auch einen Blick auf die seitlichen Nähte werfen. Hochwertige Kleidungsstücke mit Ringelmustern etwa erkennt man daran, dass die Streifen exakt aufeinandertreffen und nicht versetzt sind.

Wie erkenne ich Schadstoffe?

In Sachen Qualität spielt auch eine Rolle, ob und wie stark die Textilien mit Schadstoffen belastet sind. Gummistiefel für Kinder im Öko-Test zeigen, dass viele Hersteller Weichmacher und andere gesundheitlich bedenkliche Stoffe verwenden. Ein Blick auf vorhandene Kennzeichnungen verrät mehr. Einer der aussagekräftigsten Öko-Standards für Textilien ist der Global Organic Textile Standard (GOTS). Daneben gibt es noch andere Textil-Standards wie OekoTex 100.

Waschhinweise sind ebenso ein guter Indikator für Schadstoffe. Stutzig werden sollte man bei Kleidungsstücken mit dem Hinweis „separat waschen“ oder „vor dem Tragen waschen“. Dies kann bedeuten, dass die Textilien leicht lösliche Farben enthalten, welche auch von der Haut aufgenommen werden können. Bei Textilien aus Baumwolle ist es gut, auf Bio-Baumwolle zu setzen. Bei dieser wird auf den Einsatz schädlicher Pestizide verzichtet.

Sicherheitshalber gilt: Neue Textilien vor dem ersten Tragen bzw. vor der ersten Nutzung immer waschen!

Fairtrade: Auf welche Siegel kann ich mich verlassen?

Sozial-ökologisch hergestellte Textilien kann man an bestimmten Logos erkennen. Die Standards für das jeweilige Fairtrade Siegel sind teilweise unterschiedlich. Prinzipiell geht es darum, faire Arbeitsbedingungen für alle am Produktionsprozess Beteiligten einzuhalten. Das sind die bekanntesten Fairtrade-Siegel:

  • GOTS
  • Fairtrade Cotoon
  • Cotton made in Africa
  • Grüner Knopf

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